Musik
ARBEITSPLAN DES FACHBEREICHS MUSIK
AM EICHSFELD - GYMNASIUM DUDERSTADT
FÜR DIE MITTELSTUFE
(letztmalig aktualisiert am 01.03.07, gilt für alle Jahrgänge mit Abitur nach 12 Jahren.)
I. Allgemeine Grundsätze für die Gestaltung der Arbeitspläne
Lernbereich 1
Lernbereich 2
Lernbereich 3
Lernbereich 4
II. Jahrgangsbezogene Themenfolgen mit Erläuterungen
Klassen 5/6
Klasse 7
Klasse 8
Klasse 9
Klasse 10
III. Ergänzung:
Keyboardphasen
I.
Allgemeine Grundsätze für die Gestaltung der Arbeitspläne
"Die Unterrichtsinhalte sind unter sachsystematischen Gesichtspunkten vier
Lernbereichen zugeordnet:
A. Lernbereich 1
(LB l) : MUSIKMACHEN
- mit Stimmen
- mit Instrumenten
- mit elektronischen Klangerzeugern
B. Lernbereich 2
(LB 2): MUSIKALISCHE GESTALTUNGSMITTEL UND FORMEN
- Instrumente und Klangerzeugung
- Notation
- Elemente und Gestaltungsprinzipien
- Strukturen und Formen
- Musikarten und Stile
C. Lernbereich 3
(LB 3): MUSIK IN VERBINDUNG MIT SPRACHE, BILD, BEWEGUNG
- Musik und Sprache
- Musik und Programm
- Musik und Theater
- Musik in Film und Fernsehen
D. Lernbereich 4
(LB4): MUSIK IN IHREN BEZIEHUNGEN ZU GESCHICHTE UND GESELLSCHAFT
- Bedingungen und Anlässe für Entstehen und Aufführen von Musik
- Musikleben und Institutionen
- Musikindustrie und Massenmedien
- Musik als Mittel zur gezielten Beeinflussung...“
Für die Erarbeitung der verbindlichen Lernziele und Unterrichtsinhalte müssen etwa zwei Drittel der zur Verfügung
stehenden Unterrichtszeit verwendet werden. Das verbleibende Drittel dient nach pädagogischem Ermessen des
Fachlehrers der
Festigung und Vertiefung, der Ergänzung und Erweiterung.
Die vier Lernbereiche haben qualitativ und quantitativ unterschiedliche Anteile.
Ihr Verhältnis soll betragen: 3:4:1:1 ." (RRL, S. 6) Hier muss dann klar gesehen
werden:
Von 40 Halbjahreswochenstunden bei Epochalunterricht fallen dann ca. 9 Stunden
auf LF 1, 12 Stunden auf LF 2,
3 Stunden auf LF 3 und 3 Stunden auf LF 4. 13
Stunden stehen für die eigene Schwerpunktbildung zur Verfügung.
"In zahlreichen ...Unterrichtsthemen verbinden sich die Unterrichtsinhalte aus
allen vier Lernbereichen.
Die Anordnung der Unterrichtsinhalte in Lernbereichen darf also nicht als Darstellung von Unterrichtsfolgen
verstanden werden." (RRL, S. 7) Die unter Punkt 2 erstellten jahrgangsbezogenen Themenfolgen berücksichtigen dies,
indem dort Themen genannt und dann ein oder mehrere
dazugehörige Lernbereiche zugeordnet werden.
„Es ist Aufgabe der Fachkonferenz, unter Berücksichtigung der hier festgelegten
Grundsätze und der besonderen
Bedingungen der einzelnen Schulen
jahrgangsbezogene Themenfolgen zu entwickeln.“ (RRL, S. 24)
Die nachstehenden Inhalte und Erläuterungen sind dabei den Ausführungen der RRL
zu den oben aufgeführten
Unterpunkten der vier Lernbereiche entnommen (vgl. S. 8 -
24).
II.
Jahrgangsbezogene Themenfolgen mit Erläuterungen
Die Reihenfolge der nachstehenden Themen innerhalb eines Jahrgangs wird vom jeweiligen Fachlehrer unter
Einbeziehung der jeweiligen Schülerinteressen festgelegt. Der Fachpraktische Beitrag wird im 1. Halbjahr des
Jahrgangs 5 freiwillig geleistet, ist aber nach Durchführung der ersten Keyboardphase für alle Schülerinnen und
Schüler verpflichtend - die bisherige Grundausbildung der Schüler lässt die Keyboardphase im ersten Halbjahr
aufgrund zu großer Defizite
i. A. nicht sinnvoll erscheinen.
Weiterhin stellt die Konferenz fest, dass im Rahmen der zusammengehörenden
Jahrgänge 5/6 und 7/8 die
Durchführung einzelner Teilthemen
durch die unterrichtenden Kollegen zeitlich variiert werden kann.
KLASSEN 5/6 (zweistündig)
Kompetenzbereich |
Themen für die Klassen 5 |
Themen für die Klassen 6 |
|
KOMPETENZ- BEREICH I:
„Musik machen“ |
· Singen einstimmiger Lieder verschiedener Stil- und Herkunftsbereiche sowie Kanons in der Gruppe · Spielen einfacher Rhythmen und Tonfolgen auf einem geeigneten Instrument in der Gruppe und im Klassenverband (1. Teil der Keyboardphase) · Situations- und sachgerechter Einsatz der Stimme beim Sprechen und Singen |
· Einsatz der Fähigkeiten im Umgang mit Stimme und Instrument, um musikalische Verläufe nach vorgegebenem oder selbst entworfenem Plan und Programm zu gestalten. · Erarbeitung eines Repertoires von im Unterricht erarbeiteten Liedern |
|
KOMPETENZ- BEREICH II:
„Musikalische Gestaltungsmittel und Formen“ |
· Noten im Violinschlüssel · Noten- und Pausenwerte bis zur Sechzehntel · Einfache Taktarten, Volltakt, Auftakt · Diatonische Skalenbildung (die Durtonleiter) · Lautstärkebezeichnungen · Die Klaviertastatur (Bau eines Taschenklaviers) · Prinzipien der Klangerzeugung · Instrumente und Instrumentengruppen des Symphonieorchesters |
· Der Bassschlüssel · Vorzeichen · Die Punktierung · Einfache Intervalle · Vortrags- und Satzbezeichnungen · Grundzüge graphischer Notation · Einfache Formen (Liedform, Rondo) · Wiederholung, Kontrast, Steigerung, Rückentwicklung |
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KOMPETENZ- BEREICH III:
„Musik in Verbindung mit anderen Ausdrucksformen“ |
· Ein Metrum und einfache Rhythmen in Bewegung umsetzen · In Liedern einfache musikalische Merkmale benennen, die den Ausdrucksgehalt des Textes verstärken · Einfache musikalische Merkmale auf den programmatischen Gehalt eines Werkes beziehen |
· In kurzen pantomimischen und/oder szenischen Darstellungen zu Musik den musikalischen Ausdruck improvisatorisch und nach gegebenem Plan in Körperbewegung umsetzen · Analogien (farblich, räumlich) zwischen visueller und auditiver Wahrnehmung benennen und diese Erkenntnisse bei der Umsetzung von Klang in Bild und umgekehrt anwenden. · Außermusikalische Inhalte improvisatorisch und/oder nach vorgegebenem Plan verklanglichen |
|
KOMPETENZ- BEREICH IV:
„Musik im historischen und gesellschaftlichen Kontext“ |
· Informationen über das Musikangebot des Heimatortes bzw. Schulortes einholen und Orientierung finden in der Vielfalt des Musiklebens (Aufführungsorte, Konzerte, Musikgruppen, Musikschulen. |
· Biographische Daten und Lebensbedingungen von Musikerinnen und Musikern in Beziehung setzen zur Entstehung und Aufführung ihrer Musik |
Konzeption der Unterrichtseinheiten
Bei der Konzeption der Unterrichtseinheiten und ihrer didaktisch-methodischen Umsetzung ist zu
berücksichtigen, dass pro Schuljahr etwa 80 Jahreswochenstunden zur Verfügung stehen, jedoch
ein Drittel davon dem Lehrer „nach pädagogischem Ermessen....“ zur „Festigung und Vertiefung,
der Ergänzung und Erweiterung“ (RRL S. 7) zur freien Verfügung stehen (ca. 27 Stunden).
Damit müssen die thematischen Vorgaben in etwa 53 Stunden untergebracht werden
(Unterrichtsausfälle sind hier noch nicht mit berücksichtigt).
KLASSE 7 (einstündig)
1. THEMA (LB 1, 2)
'Der Quintenzirkel und spezielle Intervalle und ihre
Anwendung auf inhaltlich anspruchsvollere Lieder und
eigenes Instrumentalspiel
- Der Quintenzirkel und seine Verbindung zu Dur und Moll
- Erstellen einer einfachen (Lied-) Begleitung
2. THEMA * (LB 3)
'Musik und Sprache'
- Gemeinsamkeiten ([Sprach-] Melodie, Rhythmus, Tempo, Klangfarbe)
- Unterschiede (Unbegrifflichkeit und Unmittelbarkeit der Musik)
- Tonmalerei, Lautmalerei, Synästhesie an Beispielen aus bspw. der Programm-,
Film- oder
Rockmusik
- Beispiele unterschiedlicher Musik-Sprache-Verbindungen
3. THEMA (LB 4)
'Musik als Mittel zur gezielten Beeinflussung'
- Musik und Werbung oder
- Musik und Film (ggf. kombinierbar mit dem 2. Thema!)
KLASSE 8 (einstündig)
1. THEMA (LB l, 2)
'Einführung in die musikalische Mehrstimmigkeit'
- Leichte mehrstimmige Sätze
- Leitereigene Dreiklänge
- Die Kadenz
- Das Prinzip der Modulation
- Praktische Anwendungen, die den Schülerinnen u.a. die Vorbereitung
anspruchsvollerer fachpraktischer
Beiträge ermöglicht. (Hier ist z.B. an durch Harmonien begleitete Melodien gedacht.)
2. THEMA (LB 2,3)
'Komplexere formbildende Elemente und ihre Anwendung in Gattungen und Stilen verschiedener Epochen'"
- Musikalischer Satz, musikalische Periode
- Die Variationsform (Figural- und Charaktervariation)
- Dabei kurzes Eingehen auf bspw. Sinfonie, Kirchen- und Kammermusik und
Kunstlied oder Pop-Song
3. THEMA (LB 4)
'Funktionale Musik und Funktionswandel von Musik'
- Funktionale Musik in Abgrenzung zur absoluten
- Beispiele funktionaler Musik und Möglichkeiten ihrer Beurteilbarkeit
- Zum Wandel der musikalischen Funktion an einem aus- gewählten Beispiel
KLASSE 9 (einstündig)
1. THEMA (LB 2)
'Komplexere formbildende Elemente und Gestaltungsprinzipien und ihre Anwendung in Großformen'
[Fortsetzung]
- Invention /Fuge/Generalbass
- ein Werkbeispiel des 20. Jahrhunderts
2. THEMA (LB 3)
„Musik und Theater an Beispielen aus Oper und Musical“
- Verschiedene Formen des Singens (Kunstgesang, Rockgesang, Skatgesang u.a.)
- Die Ouvertüre
- Rezitativ, Arie, Song, Ballade
- Stimmlagen/Partien
- Zusammenhang Inhalt - Charakter - histor. Zeit
3. THEMA (LB 4)
'Einblick in das Musikleben anderer Epochen'
- Der Fürstenhof als Träger des Musiklebens um 1700
- Entstehung des bürgerlichen Konzertwesens
- Die Situation der Komponisten während des 2. Weltkrieges (Flucht nach Amerika)
- Rockkonzert, Rundfunk, TV, Video
KLASSE 10
1. THEMA (LB l, 2)
'Einführung in die musikalische Akustik anhand ausgewählter Orchesterinstrumente und Gestaltung
von Klangabläufen mit disparaten Klangerzeugern'
- Frequenz, Amplitude, Tonlänge, Klangfarbe
- Obertonreihe
- Hüllkurvenverläufe
- Resonanz
- Der Computer als "Instrument"
- Gestaltung eigener oder reproduzierter Klangbeispiele mit verschiedenen
akustischen und elektronischen
Instrumenten
2. THEMA (LB 2, 3,
4)
'Erweiterung der Kenntnis musikalischer Elemente und der dazugehörenden
Fachsprache'
- Intervalle
- Funktionen, Harmonielehre, Modulation
- Akustik
- Motiv, Phrase, Thema
- Traditionelle und neuartige Notation, Partiturarbeit
3. THEMA (LB 1, 2,
3, 4)
'Einführung in Methoden der Musikbetrachtung am Beispiel populärer Musik'
- Einblick in das Problem Musik und Sprache und das funktionaler Musik
- Musikbezogene Textarbeit
- Blues, Jazz- und Rockmusik
► GA: Blues-Komposition
III.
Ergänzung: Keyboardphasen
Jahrgang 5/6:
"Einführung in den Umgang und die Spielweise der schuleigenen Keyboards'
- Aufbau und Bedienung des Gerätes
- Fingerhaltung und Fingersätze
- Spiel leichter im Violinschlüssel notierter Stücke im Fünftonraum (max. 3
Grundtöne in der linken Hand
zur Steuerung der BA, einfachste Zweistimmigkeit)
- Vorbereitung des fachpraktischen Musizierens
- Bsp.: Oh When The Saints
"Erweiterung der
spieltechnischen Grundlagen'
- Wechsel der Fünftonlagen
- Fingeruntersatz, bzw. Fingerübersatz, Tonleiterspiel
- Linke Hand auch im Bassschlüssel
- Bsp.: London Bridge, Michael Row The Boat
Jahrgang 7/8:
"Einführung in die
musikalische Mehrstimmigkeit'
- Anspruchsvollerer und differenzierterer Umgang mit der Begleitautomatik
- Evtl. Einsatz der Smart-Einstellung
- Mit dreistimmigen Akkorden begleitete Melodien
- Dreiklangsumkehrungen, Keyboard gemäße Akkordbegleitung mit den drei
Hauptfunktionen
Jahrgang 9/10:
"Erweiterung der
musikalischen Mehrstimmigkeit'
- Erweiterung der Harmonisierung auch auf die Nebenfunktionen
- Akkordfortschreitungen in der rechten Hand,
-
Bsp.: Pachelbel-Kanon
- Erweiterung auf Vierklänge z. B. im Blues-Schema
GA: Blues-Komposition